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Die Ostwindfreunde gratulieren ihrem Mitglied Michael Krumbiegel Drucken

Aus gegebenem Anlaß, Michael hat den 3. Platz im German Cup gemacht, hat unser Vorstand Christian Hofmann ein Interview gemacht:

Michael, Du bist dieses Jahr erstmalig den German-Cup (ich hoffe das ist auch die richtige Bezeichnung) mitgeflogen. Wir möchten Dir zu deiner herrvorragenden Palzierung auf dem "Stocker" mit Platz 3 herzlich gratulieren. Kannst Du uns erklären was das für ein Wettkampf ist?

Der German Cup ist der Breitensport- und Gütesiegelklasse Wettbewerb des DHV. Mitmachen können alle Piloten mit Gütesiegelgeräten bis max. DHV 3, sofern sie nicht in der Liga mitfliegen (Ligapiloten werden nur für die Landesmeisterschaft gewertet). Im Rahmen der beschlossenen Landesmeisterschaften und anderer Wettbewerbe wird der German Cup Sieger ermittelt. Die German Cup Piloten können wahlweise an einzelnen Tagen oder über die volle Distanz an einer oder mehreren German Cup - Landesmeisterschaften bzw. sonstigen German Cup Veranstaltungen teilnehmen. In der Overallwertung gibt es nach jedem 3. Lauf einen Streicher. Der beste Teilnehmer mit einem Fluggerät der Klassifizierung 2 und der beste Teilnehmer mit einem Fluggerät der Klassifizierung 1-2 erhält jeweils einen Sonderpreis.

Was war für dich Motivation sich bei diesem Wettkampf zu beteiligen?

Das Mitfliegen bei den Landesmeisterschaften ist für mich eine „bessere“ Form der Streckenflugschule. Besser deswegen, da hier viel mehr Wissen transportiert wird als dies durch eine Flugschule geschehen kann. Hier nehmen in der Regel auch viele gute Piloten teil, von denen ich nur lernen kann. Auch bekommt man interessantes Material zu sehen, was ich auf einem Streckenfluglehrgang u. U. so nicht zu sehen bekomme. Zudem wird man auf einer Landesmeisterschaft eher an seine Grenzen geführt als dies auf einem Lehrgang der Fall ist.

Da sich der German Cup aus den Ergebnissen der Flüge der Landesmeisterschaften speist, war der Zusatzaufwand fast gleich null, diesen Wettbewerb gleich mitzumachen.

Wie hast Du dich im Laufe der Wettkämfe motivieren können?

Es ist die Idee, etwas zu erleben und aus den vorgegebenen Bedingungen für meine Verhältnisse das Beste zu machen. Es ist spannend und jedes Mal anders.

Wie sah deine Vorbereitung aus?

Am Vortag eines Wettkampfes sollte das Material fertig sein (Schirm, Gurtzeug, Batterien Elektronik, Anziehsachen…) und die körperliche Fitness stimmen (Sport und Ernährung).

Glaubst Du als "Flachlandflieger" gab es Vor- bzw. Nachteile gegenüber Kollegen aus den "Bergen"?

Kleinere Fehler im Flachen haben viel nachhaltigere Auswirkungen. Ich glaube, dass man als Flachlandflieger im Flachen etwas vorsichtiger seine Entscheidungen trifft. Die „Ökonomie“, aus der gegebenen Situation das Beste herauszuholen, ist vielleicht etwas besser ausgeprägt. Dies sehe ich als Vorteil für einen Flachlandpiloten an. Anders herum: Das Wissen um die lokalen Verhältnisse in den Bergen fehlt mir fast vollständig.

Wie kann man sich die Stimmung bei solchen Veranstatungen vorstellen?

Viele Flüge bedeuten regelmäßig auch eine bessere Stimmung. Verbringt man dagegen viel Zeit am Boden, entscheidet das Alternativprogramm wie gut oder schlecht gelaunt man am nächsten Tag am Startplatz erscheint.

Was würdest Du Vereinsmitgliedern raten um auch an solch einem Wettkampf teilzunehmen?

Wenn der ein oder andere Pilot den Wunsch hat an einem Wettbewerb teilzunehmen, sollte sie/er zunächst den B-Schein machen. Danach rate ich dazu an einer Landesmeisterschaft wie bspw. der Hessischen in Greifenburg teilzunehmen. Diese Landesmeisterschaft ist kein FAI-Wettbewerb (weniger hektisch) und man kommt regelmäßig mehr zum Fliegen – ein schöner Einstieg in die Wettbewerbsfliegerei.

Wie sehen deine Pläne für die kommende Flugsaison aus?

Ich werde in der nächsten Saison in der Liga mitfliegen. Von meinem „Könnensstand“ etc. gehöre ich da sicher nicht rein. Ich möchte mir das aber mal anschauen.

Michael, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg bei deinen Flügen!

Happy landings, Christian